Sprungmarken

Servicenavigation

Hauptnavigation

Sie sind hier:

Hauptinhalt

Inkrementelles Rohrumformen

TU Dortmund will Patentierungen effizienter gestalten – Aktuelles Erfolgsbeispiel: „Inkrementelles Rohrumformen“


 

Die Erfinderinnen und Erfinder erhalten in jedem Fall den gesetzlichen Anteil von 30 Prozent der Verwertungseinnahmen. In Zukunft soll es für jede Erfindung einen Projektplan geben, in den die Beiträge der verschiedenen Akteure sowie ein Zeitplan aufgenommen werden.

Die Rundumerneuerung der Patentierung an der TU Dortmund zielt auch darauf ab, die Exzellenz der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler hervorzuheben. Darüber hinaus erhofft sich die Kommission mehr patentgestützte Unternehmensgründungen.

Ein aktuelles Beispiel für ein erfolgreich umgesetztes Patent liefert das Institut für Umformtechnik und Leichtbau (IUL). Vor fünf Jahren meldete das IUL der TU Dortmund die Erfindung „Rohrbiegen mit gleichzeitigem Einziehen des Rohrdurchmessers“ von Dipl.-Ing. Matthias Hermes und Miterfindern an. Mit diesem Verfahren können Rohre mit verschiedenen Querschnitten und Konturen flexibel gefertigt werden. Die Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältig: Die Rohre können etwa in der Automobilindustrie bei der Fertigung von Leichtbaukarosserieteilen und Abgassystemen, in der Heizungstechnik bei Wärmetauschern und im Luftfahrtbereich bei der Herstellung anspruchsvoller Bauteile eingesetzt werden.

Im nächsten Schritt schätzte die Patentverwertungsgesellschaft PROvendis (eine Tochter der TU Dortmund und anderer NRW-Hochschulen) die Erfindung als patentfähig und wirtschaftlich verwertbar ein. Die TU nahm die Erfindung in Anspruch und meldete sie beim Deutschen Patent- und Markenamt unter dem Titel „Inkrementelles Rohrumformen“ an. Kosten: knapp 4000 Euro. Mittlerweile ist die Erfindung in weiteren europäischen Ländern geschützt.

Für eine erfolgreiche wirtschaftliche Verwertung war noch der praktische Funktionsnachweis für interessierte Lizenznehmer notwendig. Das geschieht in der Regel über einen Prototyp, dessen Herstellung wiederum Geld kostet, für das ein Institut Finanzierungsquellen benötigt. Matthias Hermes und Institutsleiter Prof. A. Erman Tekkaya lösten dieses Problem durch die Einwerbung eines ZIM-Projektes (Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand), für das sie als erforderlichen Partner die Transfluid GmbH, ein Maschinenbauunternehmen aus Schmallenberg, gewinnen konnten.

Aufgrund der positiven Ergebnisse war Transfluid an einer Nutzungslizenz interessiert, und bereits 2009 kam es mit Unterstützung von PROvendis zum Vertragsabschluss. Fünf Jahre nach Meldung der Erfindung sind nun auch die letzten Entwicklungsarbeiten abgeschlossen, und die Transfluid GmbH hofft, noch in diesem Jahr erste Biegemaschinen zu verkaufen. „Von den Lizenzen würden auch die Erfinder und die TU Dortmund profitieren“, sagt Prof. Andrzej Górak, Prorektor Forschung der TU Dortmund. „Positiv zudem: Die Wertschöpfung bleibt in NRW und damit im weiteren Umfeld der Universität.“


Nebeninhalt

Ansprechpartner

17-04-26_Krieger

Fritz Krieger

Tel: (0231) 755-2494

Fax: (0231) 755-5262

 

17-04-26_Gashi

Arjeta Gashi

Tel: (0231) 755-2446

Fax: (0231) 755-5262