Sprungmarken

Servicenavigation

Hauptnavigation

Sie sind hier:

Hauptinhalt

Plattform zur Analyse von Einzelzellen1

TU-Forscherteam erhält Preis für die Entwicklung einer Plattform zur Analyse von Einzelzellen

Preiswürdig ist die Dortmunder Erfindung, die die Analyse isolierter Einzelzellen ermöglicht: Für den Envirostat-Chip zur Untersuchung von Einzelzellen sind Forscher der Fakultät Bio- und Chemieingenieurwesen der TU Dortmund am 14. Januar im Essener ThyssenKrupp Quartier mit dem zweiten Preis im Rahmen des Hochschul-Wettbewerbs 2012 „ZukunftErfindenNRW“ ausgezeichnet worden. Der Wettbewerb, den das Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung (MIWF) gemeinsam mit der Patentvermarktungsgesellschaft PROvendis alljährlich ausschreibt, zeichnet Hochschulerfindungen aus, die ein hohes Marktpotenzial für die Praxis aufweisen. Beworben hatten sich 131 Forscherteams von NRW-Hochschulen. Eine namhafte Jury mit Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Wissenschaftsministerium ermittelte die insgesamt vier Preisträger.

Für ihre Erfindung namens Envirostat-Chip dürfen sich die Forscher auch über ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro freuen. Beteiligt sind namentlich Prof. Andreas Schmid und Dipl.-Ing. Frederik Fritzsch vom Lehrstuhl für Biotechnologie der TU Dortmund sowie Dr. Steffen Howitz (Dresden) und Prof. Lars Blank (RWTH Aachen), der an der TU Dortmund studiert hat und am Lehrstuhl von Prof. Schmid habilitierte.

 

Zahlreiche Anwendungsgebiete für neue Technologie

Die potenziellen Anwendungsgebiete dieser Technologie liegen sowohl im wissenschaftlichen als auch im industriellen Umfeld. Das System schafft die Voraussetzung zur kontaktlosen Kultivierung und Analyse einzelner Zellen wie Bakterien oder Hefezellen als Katalysatoren für Hochleistungsverfahren in der Chemieindustrie. Diese lassen sich sodann durch definierte Reize (z.B. die Zusammensetzung des Mediums) gezielt manipulieren, ohne von Oberflächen oder durch andere Zellen beeinflusst zu werden. Die Untersuchung von einzelnen Zellen ist gegenwärtig ein Schwerpunkt im Bereich der Biotechnologie. Der Envirostat-Chip ebnet dabei den Weg für den präzisen Blick auf die einzelnen, kleinsten Bausteine des Lebens ohne die statistische Mittelung durch die zukunfterfinden_nrw_kleinherkömmliche Analyse großer Zellmengen. Darüber hinaus schafft der Envirostat die Möglichkeit, hochleistungsfähige Zelllinien zu züchten (Metabolic Engineering), indem er besonders potente Einzelzellen identifiziert und selektiert und so die Biosyntheseleistung einer Zellkultur effektiv steigert.

 

Preis als Ansporn für die Wissenschaft

Der Envirostat arbeitet auf mikrofluidischer und mikroelektronischer Basis als „Lab-on-a-Chip“. Spezielle Elektroden erlauben es, einzelne biologische Zellen (mittels negativer Dielektrophorese) zu separieren und in einer Strömung festzuhalten. Erstmals lassen sich mit dem Envirostat kontaktlos auch sehr kleine Zellen analysieren, beispielsweise Thrombozyten oder Bakterien. Die Erfindung der Dortmunder Forscher zeigt im Vergleich zu bisher bekannten Systemen eine deutlich verbesserte Funktionalität bei geringeren Herstellungskosten.

„Es sind die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an den Hochschulen in Nordrhein-Westfalen, die mit ihrem Know-how und ihren Ideen sozialen, ökonomischen und ökologischen Fortschritt voranbringen“, sagte NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze bei der Vergabe der vier mit 41.000 Euro dotierten Preise. „Der nunmehr zum zehnten Mal ausgelobte Hochschulwettbewerb ZukunftErfinden soll dabei Ehrung und Ansporn für Forscherinnen und Forscher sein.

Prof. Lars Blank, Dipl.-Ing. Frederik Fritzsch, Prof. Andreas Schmid,

NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze,

TU-Rektorin Prof. Ursula Gather,

Prorektor Prof. Andrzej Górak (von links)

bei der Preisverleihung von "ZukunftErfindenNRW".


 


Nebeninhalt

Ansprechpartner

17-04-26_Krieger

Fritz Krieger

Tel: (0231) 755-2494

Fax: (0231) 755-5262

 

17-04-26_Gashi

Arjeta Gashi

Tel: (0231) 755-2446

Fax: (0231) 755-5262