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Preisverleihung ZukunftErfindenNRW 2013

 

Bei der Abschlussveranstaltung des HochschulWettbewerbs ZukunftErfindenNRW am Donnerstagabend, 22. Mai, siegten in gleich zwei von drei Kategorien Erfindungen, an deren Entwicklung Dortmunder Wissenschaftler beteiligt waren. Die Forscher setzten sich mit ihren Hochschulerfindungen unter 155 Teams aus ganz NRW durch.

 

 

Dr.-Ing. Nooman Ben Khalifa, Alessandro Selvaggio und Prof. A. Erman Tekkaya vom Institut für Umformtechnik und Leichtbau (IUL) der TU Dortmund wurden für ihre Erfindung „Kontinuierliche Strangpresse für Aluminiumprofile“ von NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze als Preisträger in der Kategorie „Ingenieur- und angewandte Naturwissenschaften“ ausgezeichnet.

 

Kontinuierliche Strangpresse für Aluminiumprofile

Strangpressen ist ein seit Jahrzehnten etabliertes Verfahren zur Erzeugung von Aluminiumprofilen. Es findet sowohl in der Massenfertigung als auch in der Kleinserie für Spezialprodukte Anwendung. Konventionelle Strangpressen haben während der Produktionszeit eine konstruktionsbedingte Stillstandzeit von 20 Prozent, in der Material nachgeladen werden muss, d.h. die Produktion wird immer wieder kurz unterbrochen. Die neue „Kontipress“ lädt dagegen automatisch Material aus einem Speicher nach, sodass ein kontinuierliches und effizientes Produktionsverfahren gewährleistet werden kann.

Den ersten Preis in der Kategorie „Fortschritt durch Transfer“ erhielt ein Forscherkonsortium unter Beteiligung Dortmunder Wissenschaftler. Prof. Rolf Wichmann von der Fakultät Bio- und Chemieingenieurwesen der TU Dortmund, Prof. Lars Blank (RWTH Aachen, bis 2011 TU Dortmund) sowie Dr. Frank Rosenau (Universität Ulm) wurden für ihre Erfindung „Verfahren zur Herstellung von Biotensiden“ mit dem ersten Platz ausgezeichnet. Weitere an diesem Projekt beteiligte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sind: Dr.-Ing. Eva Maria del Amor Villa, Benjamin Küpper, Christian Nowacki (alle TU Dortmund), Dr. Susanne Wilhelm (Universität Düsseldorf), Till Tiso (RWTH Aachen) sowie Andreas Wittgens.

 

Verfahren zur Herstellung von Biotensiden

Das biotechnologische Verfahren betrifft die spezifische Herstellung von Rhamnolipiden, sogenannten Bio-Tensiden, zur großindustriellen Produktion von beispielsweise Düngemitteln, Kosmetika oder Medikamenten. Durch eine baukastenähnliche Zusammensetzung der Rhamnolipide, einerseits aus Zucker (Rhamnose = Zucker) und andererseits aus Lipiden (mit längeren Kohlenwasserstoffketten), sind diese für den jeweiligen Einsatzzweck maßgeschneidert herstellbar.

Gegenüber herkömmlichen Bio-Tensiden besitzen Rhamnolipide ein besonders effektives Lösungspotenzial und sind biologisch herstell- und abbaubar.

 

Drei Kategorien und 155 Teams aus NRW

Die Preisverleihung des diesjährigen HochschulWettbewerbs ZukunftErfindenNRW, der jährlich von der Patentvermarktungsgesellschaft PROvendis mit Unterstützung des Ministeriums für Innovation, Wissenschaft, und Forschung des Landes NRW (MIWF) ausgeschrieben wird, stand unter dem Motto „Herausforderungen meistern – Motivation und Sicherheit für Hochschulerfindungen“. Jeweils drei Innovationen wurden von einer unabhängigen Jury für die Auszeichnung in den Kategorien Lebenswissenschaften, Ingenieur- und angewandte Naturwissenschaften sowie Fortschritt durch Transfer nominiert. Bis zum 20. Dezember 2013 hatten sich 155 NRW-Wissenschaftler-Teams für eine Auszeichnung innerhalb der drei Wettbewerbskategorien beworben, die mit einem Preis von 10.000 Euro dotiert sind. Die Preisverleihung fand im Rahmen einer festlichen Gala und Wissenschaftsshow im RWE-Forum des Dortmunder U statt.


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Von links: Prof. Ursula Gather (Rektorin der TU Dortmund), Alessandro Selvaggio, Dr.-Ing. Nooman Ben Khalifa undProf. A. Erman Tekkaya (Preisträger, TU Dortmund), Svenja Schulze (NRW-Wissenschaftsministerin). Foto: PROvendis

 


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