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Erfolgsgeschichten

Hier stellen wir Ihnen unsere erfolgreich unterstützten Start-ups sowie entwickelte Patente und Schutzrechtverfahren vor.


Schutzrechte

 

 

Prototypen entwickeln

Der Weg von der Forschung in die Anwendung soll kürzer werden. Um aber herauszufinden, ob eine Idee tatsächlich zu einem Produkt taugt, muss häufig weiter geforscht werden. Die Lücke zwischen Forschungsergebnissen und einer Anwendung will das Bundesministerium für Bildung und Forschung mit dem Förderprogramm "VIP+" schließen. Davon profitiert seit September das Team um Prof. Rüdiger Kays an der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik: Rund 700.000 Euro fließen in die Entwicklung mehrerer Prototyp-Varianten für unterschiedliche Anwendungen.

Bereits 2013 hat Prof. Kays ein neuartiges Verfahren zur optischen Datenübertragung erfunden: "Man kann sich das so vorstellen, dass jemand mit einem Smartphone einen Bildschirm abfilmt, auf dem ein Video läuft", erläutert Kays. "Der Bildschirm spielt das Video allerdings nicht nur ab, sondern sendet gleichzeitig Daten. Sobald diese vom Smartphone decodiert werden, liegt nicht die Aufnahme des Videos, sondern die Originaldatei vor." Die Decodierung der Daten im Smartphone könnte zum Beispiel eine App übernehmen.

Die Erfindung wurde 2014 international zum Patent angemeldet. Das gesamte Vorhaben, von der Erfindungsmeldung bis zu Vermarktung, wird vom Centrum für Entrepreneurship & Transfer begleitet.

Originalartikel in: unizet, Oktober 2017, Nr. 453

 


 

Harter Wackelpudding

Forschung im Wissenschaftsmagazin "Nature" publiziert.

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Wie Glas, aber nicht so zerbrechlich: Prof. Tiller präsentiert das neue Hydrogel. Foto: N. Golsch

Prof. Jörg Tiller und Nicolas Rauner von der Fakultät Bio- und Chemieingenieurwesen der TU Dortmund haben ein Gel entwickelt, das zwar bis zu 90 Prozent aus Wasser besteht, aber trotzdem ultrasteif und extrem zäh ist. Die Erfindung ist so spektakulär, dass die Arbeit es in das renommierte Wissenschaftsmagazin „Nature“ geschafft hat. In Zukunft könnte das neue Material als druckstabile Trennmembran in der Meerwasserentsalzung oder als hochporöses Elektrodenmaterial für Batterien oder Brennstoffzellen zum Einsatz kommen.

Bei der Entwicklung des Biomaterials haben sich Tiller und sein Doktorand Nicolas Rauner von der Natur inspirieren lassen – genauer gesagt, von der Biomineralisation, einem der faszinierendsten biochemischen Prozesse. Biomineralien kommen in Zähnen und Knochen, in Schneckenhäusern, Muscheln und Krabbenpanzern vor. Ihre extrem feinen Strukturen beschäftigen Forscherinnen und Forscher seit Langem – und liefern immer wieder Ansatzpunkte für die Entwicklung künstlicher Werkstoffe.

Ein solcher künstlicher Werkstoff ist das „Hydrogel“, das Tiller und Rauner entwickelt haben und in der Fachzeitschrift „Nature“ beschreiben. Was kann ihr Hydrogel, was andere nicht können? Ein Hydrogel ist zunächst einmal ein in Wasser gequollenes polymeres Netzwerk, also ein Material, das eigentlich fast nur aus Wasser besteht. Ein aus dem Alltag bekanntes Hydrogel ist die Götterspeise. Nun ist die Götterspeise nicht umsonst auch als „Wackelpudding“ bekannt: Denn sie ist weder steif noch zäh. Steif ist ein Material, das sich schwer verbiegen lässt, und zäh, wenn man es stark verbiegen kann, bevor es zerbricht.

Hier setzt die Forschung von Tiller und Rauner an: Ihr Ziel war es, ein künstliches Hydrogel zu entwickeln, das ultrasteif und zugleich sehr zäh ist. Steife Hydrogele gibt es bisher nicht. Durch eine besondere Nanostruktur haben die Forscher es jetzt geschafft, aus einem „Wackelpudding“ ein glasartiges Material zu machen, das hauptsächlich aus Wasser besteht, sich nur mit Kraft verbiegen lässt und dabei noch stark dehnbar ist. So kann es großem Druck standhalten, ohne zu brechen.

Dass das neue Hydrogel diese beiden wertvollen Eigenschaften vereint, liegt an seiner besonderen Struktur, die durch Biomineralisation erzielt wird: Enzyme, sogenannte Phosphatasen, liegen extrem fein verteilt im Material vor. Sie sind die Katalysatoren, die den Strukturbildungsprozess auslösen, bei dem die Mineralisation direkt im Material geschieht. So entsteht eine feste und wohlgeordnete Calciumphosphat- Nanostruktur, die für die besonderen Eigenschaften verantwortlich ist.

Die aufwendige Aufklärung der Strukturen gelang dabei Monika Meuris am Zentrum für Elektronenmikroskopie und Materialforschung (ZEMM) der TU Dortmund. In Zukunft wollen die Forscher die neue Art der Materialherstellung für den Nachbau von Muscheln oder Knochen nutzen. Für die Wissenschaftler ist es die erste Nature-Publikation – und eine besondere Auszeichnung, denn aus dem Bereich Materialwissenschaften stammen weniger als zehn Prozent aller Nature-Artikel.

Originalartikel in: Unizet, Mai 2017, Nr. 451

 


 

Prototypen entwickeln

EmulsionMit dem neuen Programm „NRW-Patent-Validierung“ fördert das Land die Entwicklung von Prototypen. Von 24 Anträgen in der ersten Wettbewerbsrunde waren acht erfolgreich, darunter ein Projekt von Prof. Gabriele Sadowski und Dr. Christoph Brandenbusch von der Fakultät Bio- und Chemieingenieurwesen der TU Dortmund. Ihre Erfindung vereinfacht die Produktion von Feinchemikalien: Diese können bereits effizient durch Mikroorganismen in einem zweiphasigen Öl-Wasser-Reaktionssystem hergestellt werden. Dabei reichert sich die Feinchemikalie in der Öl-Phase an, so dass diese vom Wasser getrennt werden muss. Das ist bislang nur sehr aufwendig und mit teuren Verfahren möglich. Die Erfindung von Prof. Sadowski und Dr. Brandenbusch löst dieses Problem, indem die Emulsion durch einen physikalischen Effekt (Phaseninversion) bei milden Bedingungen getrennt und so die Feinchemikalie in der Öl-Phase zugänglich wird. Das Verfahren ist flexibel, kostengünstig und wenig aufwendig. Im Projekt soll jetzt eine Anlage zur Auftrennung von drei bis fünf Litern Emulsion pro Stunde entwickelt und aufgebaut werden.

 

 

Mehr zu: Erfindung und Entwicklung von Prototypen

 

 

 


  

Innovatives Messverfahren

 

Die Wege von der Forschung in die Industrie sollen kürzer werden. Mit diesem Ziel fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung Projekte, die die Lücke zwischen ersten Ergebnissen der Grundlagenforschung und einer möglichen Anwendung schließen sollen. Prof. David Agar von der Fakultät Bio- und Chemieingenieurwesen hat mit seinem Team einen innovativen Sensor entwickelt und gut zwei Jahre erprobt, wie er sich in der Praxis anwenden lässt.

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Prof. David Agar (re.) mit seiner Projektgruppe: (v.l.) Privatdozent Dr. Joachim Franzke, Linda
Arsenjuk und Nicolai Antweiler.

Herr Agar, was macht Ihre Innovation besonders?

Wir haben ein Verfahren entwickelt, mit dem man zweiphasige Strömungen in einem Mikrokanal, einem mikroskopisch feinen Kanal mit einem Durchmesser unter einem Millimeter, überwachen kann. Das Besondere ist, dass unser Sensor die Strömung berührungslos isst. Dazu nutzen wir die sogenannte „triboelektrische Aufladung“. Das Prinzip kennen viele noch aus ihrer Kindheit: Wenn man einen Luftballon an einem Pulli reibt, lädt sich dieser auf – und bleibt im Idealfall zum Beispiel an der Decke hängen. Unser Konzept basiert darauf, dass zweiphasige Strömung in der Elektrodensonde elektrischen Strom erzeugt, den wir mit einer Elektrode abgreifen, in Spannung umwandeln und zur Messung verstärken.

Inwiefern könnte das für die Industrie interessant sein?

Ein einziger Mikrokanal ist für die industrielle Anwendung nicht sonderlich interessant. Hier benötigt man eine Parallelschaltung zahlreicher Mikrokanäle. Und genau da kommt unser Sensor ins Spiel, der die vielen Kanäle und Strömungen überwachen und damit einen essenziellen Beitrag zur Parallelisierung leisten kann. Hinzu kommt, dass die Lösung vergleichsweise kostengünstig ist.

Wie geht es jetzt weiter?

Unser nächstes Ziel ist, die gewonnenen Messwerte aktiv einzusetzen. Wir wollen die Strömungen nicht mehr nur verfolgen, sondern auch beeinflussen können – mit gezielten und ebenfalls womöglich berührungslosen Eingriffen.

 

 


 

Wissenschaftler der TU Dortmund gewinnen beim HochschulWettbewerb ZukunftErfindenNRW

 

NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze zeichnete bei der Preisverleihung des HochschulWettbewerbs ZukunftErfindenNRW am 24. September eine Dortmunder Erfindung in der Kategorie „Ingenieur- und angewandte Naturwissenschaften“ aus. Insgesamt traten 156 Teams aus ganz NRW in dem Wettbewerb an.

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NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze ehrte die Preisträger Prof. Torsten Bertram (rechts) und Dipl.-Ing. Martin Keller. Bild: PROvendis.

Der erste Preis in der Kategorie „Ingenieur- und angewandte Naturwissenschaften“ ging an ein gemeinschaftliches Forschungs- und Entwicklungsprojekt der TU Dortmund mit dem Autozulieferer TRW Automotive GmbH. Die Erfindung Emergency Steering Assist (ESA) von Prof. Torsten Bertram, Dipl.-Ing. Martin Keller und Dr. Carsten Haß soll als automatische Lenkhilfe in PKWs im Notfall aktiv werden und Ausweichmanöver berechnen und gegebenenfalls ausführen. Dafür werden die Informationen von Radar- und Kamerasensoren kombiniert und daraus permanent die besten Ausweichtrajektorien um ein Hindernis herum bestimmt. Leitet die Fahrerin oder der Fahrer dann ein Ausweichmanöver ein, wird mithilfe der elektrischen Servolenkung ein zusätzliches Lenkmoment aufgebracht, das ihn bei der optimalen Lenkbewegung unterstützt und das Fahrzeug stabilisiert.

 

Drei Erfindungen der TU Dortmund nominiert

 

Der HochschulWettbewerb ZukunftErfindenNRW wird jährlich von der Patentvermarktungsgesellschaft PROvendis mit Unterstützung des Ministeriums für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes NRW (MIWF) ausgeschrieben. In den Kategorien Lebenswissenschaften, Ingenieur- und angewandte Naturwissenschaften sowie Fortschritt durch Transfer nominiert eine unabhängige Jury jeweils drei Innovationen. Die TU Dortmund war mit zwei nominierten Erfindungen in der Kategorie „Ingenieur- und angewandte Naturwissenschaften“ und einer in der Kategorie „Fortschritt durch Transfer“ stark vertreten. Jeder Preis ist mit 10.000 Euro dotiert.

 

Bei der Abschlussveranstaltung, die unter dem Motto „Sternstunden der Wissenschaft“ im Zeiss-Planetarium Bochum stattfand, stellten die nominierten Teams ihre Erfindungen vor. Direkt im Anschluss an die Preisverleihung konnten sie sich mit Vertreterinnen und Vertretern aus der Wirtschaft austauschen und über Chancen, Transfer und Vermarktung ihrer Technologien diskutieren.

 

 


 

TU-Dortmund-Start-up Comnovo GmbH ist die „IKT-Gründung des Jahres"

 

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Bildhinweis: Dr. Rainer Sontowski, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) (2. v.l.) zeichnet Dr. Andreas Lewandowski, Geschäftsführer von Comnovo (3. v.l.) und Comnovo-Mitgründer Dominik Gerstel (r.), aus. Torsten Wunderlich (DATEV) begleitet die Veranstaltung. Bild: BMWi

Dr. Rainer Sontowski, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi), hat am Donnerstag, 7. Mai, beim Gründerkongress „Junge IKT-Wirtschaft“ in Berlin vier besonders erfolgreiche Startups aus dem Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) mit dem Preis „IKT-Gründung des Jahres“ in Höhe von insgesamt 100.000 Euro ausgezeichnet. Die Comnovo GmbH, Dortmund, schaffte es auf Platz 3 und erhält eine Förderung von 10.000 Euro. Comnovo ist ein Startup-Unternehmen aus der TU Dortmund, das die Arbeitssicherheit beim Einsatz mobiler Maschinen und Fahrzeuge auf Baustellen und Rangierhöfen, Umschlagslagern und in der Landwirtschaft erhöht. Es wurde durch das Programm „EXIST-Forschungstransfer“ des Bundeswirtschaftsministeriums unterstützt und durch die Gründungsinitiative tu>startup der TU Dortmund, welche ebenfalls durch „EXIST“ gefördert wird, begleitet.

Staatssekretär Sontowski würdigte die Preisträger: „Die heute ausgezeichneten Startups stehen exemplarisch für zahlreiche exzellente Jungunternehmen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien. Sie zeigen, welche Chancen die zunehmende Digitalisierung für unsere Wirtschaft bietet"

Unternehmen mehrfach ausgezeichnet

Die Comnovo GmbH, eine Ausgründung aus dem Arbeitsbereich „Kommunikationsnetze” der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik der TU Dortmund, entwickelt und vertreibt innovative Warnsysteme zur Kollisionsvermeidung zwischen Menschen und mobilen Fahrzeugen. Die Funktechnologie zur exakten Abstandsbestimmung rund um das Fahrzeug wurde bereits mehrfach ausgezeichnet, unter anderem innerhalb des Dortmunder Gründungswettbewerbes „start2grow“ der Wirtschaftsförderung Dortmund. Comnovo ermöglicht durch ein neuartiges funkbasiertes Warnsystem, die Risiken für Kollisionen zwischen mobilen Maschinen und Personen drastisch zu reduzieren: der KEEPER wird in Fahrernähe installiert, während die deutlich kleineren BEEPER von den im Umfeld der Maschine agierenden Personen getragen werden. Sobald sich mit BEEPER ausgerüstete Personen dem einstellbaren Gefahrenbereich der Maschine nähern, werden der Fahrer oder die Fahrerin wie auch die gefährdete Person zielgerichtet alarmiert.

Warnsystem zu Kollisionsvermeidung

Dr. Andreas Lewandowski und Volker Köster (Geschäftsführer und Prokurist von Comnovo und beide TU-Absolventen) beschreiben die Vorteile ihrer durch die TU Dortmund patentierten Innovation: „Das Warnsystem ist nachrüstbar für Bestandsfahrzeuge und lässt sich leicht installieren. Durch die genaue Abstandsbestimmung zwischen den Geräten kann der Warnbereich optimal auf die Gegebenheiten wie Betrieb und Fahrgeschwindigkeit eingestellt werden. Die wichtigen Alleinstellungsmerkmale sind neben der Rundumabdeckung ohne tote Winkel, die beidseitige Alarmierung und die Möglichkeit, mit dem Funksignal auch um Ecken herum den BEEPER zu erkennen – und das unabhängig von Verschmutzungen oder sonstigen Sichtbeeinträchtigungen.“

Den Preis der „IKT-Gründung des Jahres“ vergibt das Bundeswirtschaftsministerium im Rahmen des Kongresses „Junge IKT-Wirtschaft: Gründen – Investieren – Wachsen“, der 2015 zum vierten Mal stattfindet. Auf einer begleitenden Messe stellen sich junge IKT-Unternehmen vor und treten mit Investoren und etablierten Unternehmen in Kontakt. In Diskussionsrunden und Coaching-Sessions beschäftigen sich die über 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit aktuellen Fragen der deutschen Gründerszene.

 

 


 

Institut für Umformtechnik und Leichtbau der TU Dortmund gewinnt Stahl-Innovationspreis 2015

Bildungsministerin Prof. Wanka zeichnet Wissenschaftler aus

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Bildhinweis: Wurden mit dem Stahl Innovationspreis-ausgezeichnet: Dr. Christoph Becker (TU Dortmund), Prof. Matthias Hermes (FH Südwestfalen) und Prof. A. Erman Tekkaya (TU Dortmund), die Erfinder des Umformverfahrens, sowie Projektbearbeiter Goran Grzancic (v. I.). Foto: Roland Baege/TU Dortmund

Aus den Händen von Prof. Johanna Wanka, Bundesministerin für Bildung und Forschung, haben am späten Dienstagabend, den 9. Juni, Prof. A. Erman Tekkaya, Professor für Umformtechnik der Fakultät Maschinenbau der TU Dortmund, Dr. Christoph Becker vom Institut für Umformtechnik und Leichtbau (IUL) der TU Dortmund und Prof. Matthias Hermes (FH Südwestfalen) den Stahl-Innovationspreis 2015 entgegen genommen. Prof. Wanka, Schirmherrin des Berliner Stahldialogs, zeichnete in der Kategorie „Forschung und Entwicklung“ das IUL-Verfahren zur Herstellung von Leichtbauprofilen durch inkrementelles Profilumformen aus.

Die neu entwickelte Umformtechnologie ermöglicht die flexible Herstellung von Profilen aus höchstfesten Stählen mit bislang nicht erreichter geometrischer Komplexität. Es kombiniert damit die Strategien des Werkstoff- und des Formleichtbaus. Erfinder der Technik sind Prof. A. Erman Tekkaya, Dr. Christoph Becker und Prof. Matthias Hermes, früher wie Dr. Becker in der Fakultät Maschinenbau der TU Dortmund tätig und jetzt Professor an der FH Südwestfalen, sowie Projektbearbeiter Goran Grzancic. Mit der ausgezeichneten Innovation können komplex geformte Leichtbauprofile hergestellt werden. Dafür wird rohrförmiges Halbzeug axial hin und her bewegt und dabei mit den Umformwerkzeugen schrittweise geformt. Die Maschine lässt acht Bearbeitungsmöglichkeiten zu, sodass sogar asymmetrische Profilquerschnitte und schraubenförmige Konturen möglich sind. Die so erzeugten Werkstücke können als Leichtbauprofile in der Fahrzeugindustrie, bei Wärmetauschern und auch im Möbelbau zum Einsatz kommen.

Bildungsministerin Prof. Wanka würdigte die Leistung der Preisträger: „Deutschland ist ein sehr innovativer Stahlproduzent und weltweit wettbewerbsfähig. Herausragende Innovationen, wie die heute ausgezeichneten, sind Sinnbild für unseren Forschergeist und unser Streben nach Fortschritt. Ich gratuliere den Preisträgern ganz herzlich und danke für die herausragenden Leistungen“. Sie wies zudem auf die neue Hightech-Strategie der Bundesregierung hin, in der die Materialforschung einen hohen Stellenwert einnimmt.

 

Mehr zu: Stahl-Innovationspreis 2015

 

 


  

 

Globaler Technologietransfer „made in NRW“

 

Biotechnologische Verfahren sollen auf indischem Markt etabliert werden

25.02.2015 - Erfolg für die TU Dortmund und die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf beim Technologietransfer: Nach intensiven Vertragsverhandlungen unter Federführung der PROvendis GmbH, der Patentvermarktungsgesellschaft der NRW-Hochschulen, konnte ein aufeinander aufbauendes Verfahren zur Herstellung von Rhamnolipiden an die indische Unternehmensgruppe Nagarjuna verkauft werden. Rhamnolipide sind Bio-Tenside, die zum Beispiel in Pflanzenschutzmitteln verwendet werden.

Den Erfinderteams um Prof. Lars Blank, der zwischenzeitlich einen Ruf an die RWTH Aachen erhalten hat, und Prof. Rolf Wichmann von der TU Dortmund sowie um Dr. Frank Rosenau von der Heinrich-Heine-Universität war es gelungen, krankheitserregende Mikroorganismen bei der biotechnologischen Herstellung von Rhamnolipiden zu vermeiden und zugleich durch sichere Organismen zu ersetzen.

Dem gelungenen Transfer folgen zwei Kooperationsprojekte

Zudem ist bei der erfindungsgemäßen Produktion eine beschleunigte Aufreinigung der Bio-Tenside aus der so genannten Fermentationsbrühe möglich, da die Produkte unmittelbar aus dem Herstellungsprozess abgeführt werden können, ohne den Prozess insgesamt dabei zu unterbrechen.

Mit ihrer Tochterfirma Nagarjuna Fertilizers and Chemicals Limited (NFCL) ist die indische Unternehmensgruppe, die das Patent erworben hat, führender Hersteller und Lieferant von Pflanzennährstoffen, Mikrobewässerung und hochwirksamen, pflanzenverträglichen Schutzmitteln in Indien. Mit dem Kauf der Schutzrechte für die Märkte Europa, USA und Indien zielt die Nagarjuna Group darauf ab, durch Detailverbesserungen den Gesamtprozess vom Bakterium bis zum Produkt zu optimieren und die Erfindung als Innovation erfolgreich zu etablieren.

Zu dem gelungenen Technologietransfer werden zusätzlich zwei Kooperationsprojekte mit den Erfinder-Arbeitsgruppen der beiden derzeit beteiligten Hochschulen durchgeführt, um den Markteintritt zu beschleunigen.

 

 


 

Zukunft Erfinden NRW: Wissenschaftler der TU Dortmund gewinnen in zwei Kategorien

 

provendis-strangpresse23.05.2014 – Bei der Abschlussveranstaltung des HochschulWettbewerbs ZukunftErfindenNRW am Donnerstagabend, 22. Mai, siegten in gleich zwei von drei Kategorien Erfindungen, an deren Entwicklung Dortmunder Wissenschaftler beteiligt waren. Die Forscher setzten sich mit ihren Hochschulerfindungen unter 155 Teams aus ganz NRW durch.

 

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Physik zur Therapie von Augentumoren

 

unizet439Wie man Augentumoren mit Hilfe der Physik beikommen kann, untersucht an der TU Dortmund eine Arbeitsgruppe am Lehrstuhl Experimentelle Physik V von Prof. Bernhard Spaan, die auf Erkrankungen des Auges spezialisiert ist. Um Augentumore zu therapieren, nutzt man häufig radioaktive Applikatoren. Das sind kleine Metallschalen, die für wenige Tage auf das Auge genäht werden, um den Tumor lokal zu schädigen. Eine Arbeitsgruppe um Dr. Marion Eichmann am Lehrstuhl Experimentelle Physik V wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) für die Forschung an dieser Therapieform gefördert. Dabei werden die Applikatoren mit höchster Präzision dosimetrisch (d. h. mit Blick auf die Strahlendosis) vermessen, neue Applikatoren werden entwickelt und die Chirurgin oder der Chirurg wird beim Aufnähen der Applikatoren technisch unterstützt.

 

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TU-Forscherteam erhält Preis für die Entwicklung einer Plattform zur Analyse von Einzelzellen

 

zukunfterfinden_nrw_klein14.01.2013 – Preiswürdig ist die Dortmunder Erfindung, die die Analyse isolierter Einzelzellen ermöglicht: Für den Envirostat-Chip zur Untersuchung von Einzelzellen sind Forscher der Fakultät Bio- und Chemieingenieurwesen der TU Dortmund am 14. Januar im Essener ThyssenKrupp Quartier mit dem zweiten Preis im Rahmen des Hochschul-Wettbewerbs 2012 „ZukunftErfindenNRW“ ausgezeichnet worden.

Der Wettbewerb, den das Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung (MIWF) gemeinsam mit der Patentvermarktungsgesellschaft PROvendis alljährlich ausschreibt, zeichnet Hochschulerfindungen aus, die ein hohes Marktpotenzial für die Praxis aufweisen. Beworben hatten sich 131 Forscherteams von NRW-Hochschulen. Eine namhafte Jury mit Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Wissenschaftsministerium ermittelte die insgesamt vier Preisträger.

 

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TU Dortmund will Patentierungen effizienter gestalten – Aktuelles Erfolgsbeispiel: „Inkrementelles Rohrumformen“

 

Hermes1Von der Anmeldung eines Patents bis zum fertigen neuen Produkt ist es meist ein langer Weg. Mit einer neuen Strategie möchte die Technische Universität Dortmund die Patentierung von wissenschaftlichen Erfindungen ihrer Beschäftigten jetzt effizienter gestalten. Die Patentkommission unter Leitung von TU-Kanzler Albrecht Ehlers empfiehlt, dass Erfindungen, die an der TU Dortmund entwickelt werden, bei entsprechender Eignung direkt als internationales Patent angemeldet werden. Zugleich sollen Erfinderinnen, Erfinder und Lehrstühle ihre Ideen weiterentwickeln, damit diese erfolgreich verwertet werden können.

„Die Hochschule will damit die wissenschaftliche Arbeit der einzelnen Lehrstühle und Institute stärken und unterstützen“, so Albrecht Ehlers. „Angestrebt wird auch die Erzielung von Verwertungseinnahmen, aber eben nicht als primäres Ziel und auch eher auf längere Sicht.“ Mit der neuen Patentstrategie werde mit Blick auf die Außendarstellung zudem stärker betont, welchen Beitrag die TU Dortmund zur wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung leistet.

 

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